Teltower FV 1913 e.V. vs. SV Union Neuruppin Fußball 3:1

Teltower FV 1913 e.V. vs. SV Union Neuruppin Fußball 3:1

 

Nach dem der Teltower FV an den beiden letzten Spieltagen endlich wieder in die Spur fand und mit zwei Siegen am Stück deutliche Lebenszeichen im Abstiegskampf sandte, sollte auch am vergangenen Samstag der Kontrahent aus Neuruppin symbolisch vom Teltower Rübchen-Wagen geladen und anschließend vom Platz „geputzt“ werden.
Bei einem Sieg bestand die Möglichkeit das Team aus der Prignitz zu überholen und in der Tabelle erstmals in dieser Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz zu rangieren.
Das Spiel startete furios und zunächst verzeichnete der Gast erste hochkarätige Möglichkeiten. Nach scharfer Hereingabe von der linken Angriffsseite hatte Miessner eine hundertprozentige Chance, traf den Ball zum Teltower Glück aber derart ungünstig, dass Stein auf der Linie retten konnte. Zuvor hatte Kapitän Benjamin Kuppke die gute Flanke passieren lassen, die bei seinem Eingreifen aufgrund der Schärfe sicher im eigenen Tor gelandet wäre.
Wenige Minuten später kopierte Innenverteidiger Fenchel diese Szene als er die ebenfalls wieder gute und scharfe Eingabe einfach durchlaufen ließ, um einen eventuellen missglückten Rettungsversuch zu vermeiden. Bei dieser Aktion war allerdings auch die Neuruppiner Mittelstürmerposition vollständig verwaist.

Nach diesen beiden guten Neuruppiner Angriffen war deren Herrlichkeit vorerst beendet und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe ohne weitere größere Vorkommnisse.
Der TFV versuchte einiges Kreatives nach vorne zu entwickeln und kam auch zu Abschlüssen durch den agilen Naujocks und den wuseligen A-Junior Braun. Dieser zeigte in seinem sechsten Männerspiel erneut eine engagierte und gute Leistung. Zählbares sprang jedoch für keine der beiden Mannschaften heraus, so dass es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabinen ging.

Highlights folgten für die 34 Zahlenden dann in Hälfte zwei. Das Spiel wurde in einigen Szenen kampfbetonter ohne dabei unfair zu werden. Der gute Unparteiische war zudem stets Herr der Lage und wurde dabei hervorragend von seinen Assistenten an den Linien unterstützt.
Im fortgeschrittenen Stadium des Spiels wurde der TFV dann bei vorwinterlichen Temperaturen trotz engagierten Spiels urplötzlich kalt abgeduscht.
Einen Abspielfehler im Mittelfeld nutzte die Neuruppiner Offensivabteilung zu einem schnellen Umschalten und über drei Stationen gelangte der Ball auf die halblinke Position zu Lenz, der nach einem Kontakt im Strafraum resolut abschloss. Der Ball landete unhaltbar im Winkel und touchierte den Innenpfosten derart seltsam, dass der Schütze ohne Jubel abdrehte und wohl glaubte das Außennetz getroffen zu haben.
Auch die Teltower guckten sich verdutzt an und mussten dann aber konstatieren, dass der Ball blitzsauber im eigenen Gehäuse eingeschlagen war. Auch der Schiedsrichter hatte es erkannt und entschied richtigerweise auf Tor.

Ein wenig überraschend, aber im Gegensatz zu vergangenen Partien in dieser Saison kein Nackenschlag für das Teltower Team sondern ein Wachmacher zur richtigen Zeit. TFV-Co-Trainer Marco Fritz, der den verhinderten Holger Wuensche vertrat, bewies in dieser Phase das richtige Näschen und brachte mit Kühne und Gabler für Adam und Naujocks frischen Wind in die Paarung.
Das System wurde ebenfalls umgestellt und der zuvor als Innenverteidiger agierende Fenchel rückte ins Mittelfeld auf. Die Verteidigung spielte fortan mit dem bissigen Peuke, dem routinierten Kapitän Kuppke und dem stämmigen Borchardt als Dreierkette.
Diese Umstellung brachte nun die ersehnte offensive Spielverlagerung und der kurz zuvor eingewechselte Gabler, wiedergenesen nach Verletzung, konnte davon sehenswert profitieren.
Freigespielt von Fenchel zog er dynamisch Richtung Strafraum und entschied sich für einen satten Abschluss aus halblinker Position. Nach dem Einschlag im rechten oberen Dreiangel durfte der TFV den verdienten Ausgleich bejubeln und Gabler wurde für sein Traumtor zu Recht gefeiert.
Der TFV blieb am Drücker und ließ Neuruppin nur noch einmal per Freistoß gefährlich vors eigene Tor kommen. Stein konnte den schlussendlich harmlosen Ball parieren.
Derweil war Jonas Gabler heiß gelaufen und wollte zeigen, zu welchen Leistungen er an guten Tagen fähig ist. Bei der mustergültigen Eingabe, vom ebenfalls vorzüglichen Kühne, ließ er sich in der 82. Minute nicht zweimal bitten und bugsierte den Ball über die Linie zum umjubelten Führungstreffer.
Die gereifte TFV-Mannschaft erkannte dann von selbst, dass es nun galt das Ergebnis zu sichern und nicht wie so oft in der Vergangenheit ein Spiel noch in den Schlussminuten abzuschenken.

Fenchel wurde wieder zurückbeordert und stabilisierte erneut die Abwehr und half das Ergebnis zu sichern. Die Neuruppiner Ausgleichsbemühungen wurden zudem prompt beendet als ein weiter Schlag von Kuppke über die Kopfballverlängerung von Kühne seinen Weg zu Ferl fand. Der bis dato zwar emsige aber glücklose Stürmer nutzte seine Schnelligkeit und hob den Ball gekonnt zur Entscheidung über Berger ins Netz.
Am Ende stand der verdiente 3:1 Heimerfolg gegen einen direkten Konkurrenten in der Tabelle auf der Anzeigetafel und der TFV konnte seine Serie auf drei Siege in Folge ausbauen.
So darf es gerne weitergehen, zumal mit Wittenberge und Falkensee Mannschaften in den nächsten Spielen warten, die ebenfalls in den unteren Tabellenregionen gastieren und gegen die nur Siege zählen.
Sollte dies gelingen, kann der TFV den Abstand auf die Abstiegsränge weiter vergrößern und ein ruhiges Weihnachtsfest feiern.

TFV spielte mit:
Stein – Peuke, Kuppke, Fenchel, Borchardt – Czichy, Schütt, Adam, Braun – Ferl, Naujocks